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Bildungsmarkt

Bei Wilhelm Busch ist die pädagogische Welt noch in Ordnung, denn damit das Lernen „mit Verstand geschah, war der Lehrer Lämpel da“. Doch angesichts der letzten PISA-Bildungsstudie und der fortwährend bestätigten Misere um die Abhängigkeit des Schulerfolges vom Bildungsstatus der Herkunftsfamilie muss man sich Sorgen machen.

In allen Bundesländern erkennen erfahrene Lehrkräfte sehr schnell, wenn ein Schulkind über den normalen Förderunterricht hinaus dringend weitere Unterstützung benötigt, die zurzeit aber nicht aus dem Stundendeputat der Schule generiert werden kann. Die Frage, warum die notwendige Unterstützung nicht einsetzt, wird nicht gestellt, geschweige denn eingefordert, obwohl bereits Goethe festgestellt hat: Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zurecht.

Wenn wir eine stabile Basis für das Lerngebäude eines Kindes herstellen wollen, müssen wir umdenken und dafür sorgen, dass vom ersten Schultag an eine notwendige Unterstützung im Lernprozess auch erfolgen kann, nicht irgendwo im außerschulischen Bildungsmarkt, sondern in der Schule. Auch in diesem Jahr werden wir weiter darum ringen, dass in Familienbildungszentren, Kindertagesstätten und in Grundschulen in unserem Einflussbereich mehr für Kinder mit besonderem Entwicklungsbedarf getan wird.

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