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Lernen mit Verstand

Bei Wilhelm Busch ist die pädagogische Welt noch in Ordnung, denn damit das Lernen „mit Verstand geschah, war der Lehrer Lämpel da“. Doch angesichts der letzten Bildungsstudien und der fortwährend bestätigten Misere um die Abhängigkeit des Schulerfolges vom Bildungsstatus der Herkunftsfamilie muss man sich Sorgen um den pädagogischen Sachverstand machen.

Die Corona-Pandemie lässt sich auch als Chance für einen vielversprechenden Neubeginn in Schule und Schulpsychologie begreifen, hat man doch erste Erfahrungen mit begrenztem Präsenzunterricht, Lernen auf Distanz und digitalen Förderkonzepten gemacht. Eine Rückbesinnung auf die genuine Aufgabe der Schule, allen Schülern unabhängig vom Bildungsniveau des Elternhauses die Grundlagen der Kulturtechniken zu vermitteln, wird die Frage aufwerfen, ob es tatsächlich zielführend ist, wenn die Förderung bei Teilleistungsstörungen wie Legasthenie und Dyskalkulie weiterhin außerschulischen Lerninstituten oder dem Nachhilfemarkt am späten Nachmittag überlassen wird.

Der Verein für Schulpsychologie Detmold wirbt schon lange für einen pädagogischen Ganztag, in dem sich genau die Förderkompetenzen von der Pädagogik oder von zertifizierten Fachkräften von außen in den Schulen entwickeln können, damit tatsächlich kein Kind zurückgelassen wird. Schule war und ist in der Tat der beste Förderort für alle Schüler*innen.

Sehr begrüßen würde es der Verein, wenn die örtliche Schulpsychologie sich stärker in das Vereinsleben einbringen würde.

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